Fortgeschrittene

Maßnahmen zur Weiterentwicklung der instrumentalistischen Spieltechnik sind unabhängig vom musikalischen Schwerpunkt ein Teilbereich jeder Unterrichtsmodalität. Mit welcher Stilrichtung wir uns im Unterricht jedoch befassen, kann jede/r Schüler/in selbst entscheiden. Dabei sind Mischformen natürlich möglich!

Spieltechnik

Egal ob bei klassischer Literatur, bei Jazz-Improvisation oder bei Rock-Arrangements, die Grundlage für ein erfreuliches Resultat ist in allen Fällen eine funktionierende Spieltechnik.

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Um den Fortschritt in Hinblick auf die Spieltechnik voranzutreiben, stelle ich jeder/m meiner Schüler/innen ein entsprechendes Technikprogramm zusammen. Um sinnloses Üben zu vermeiden, erkläre ich anhand dieser Übungen unklare Bewegungsabläufe und zeige Möglichkeiten auf, wie technische Fertigkeiten gezielt eintrainiert werden können.

Zudem ermutige ich meine Schüler/innen auch selbständig nach der für sie optimalen Lösung zu suchen, da jede(r) eine unterschiedliche physische Konstellation mitbringt und daher auch der optimale Bewegungsablauf individuell ist.

Regelmäßige Beschäftigung mit technischen Übungen, Tonleitern halte ich für sinnvoll, da sich dadurch die Beweglichkeit am Instrument beständig weiter entwickelt; außerdem vergrößert sich dabei das tonale Vokabular, was besonders für Improvisatoren interessant ist.

Überstrapazieren möchte ich den sportlichen Aspekt jedoch nicht, da die Instrumentaltechnik doch nur Mittel zum Zweck ist und zum Musiziererlebnis führen soll. Deshalb achte ich darauf, dass auch der Großteil des technischen Entwicklungsprozesses in einem musikalisch inspirierenden Rahmen und anhand von Stücken passiert.

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Klassische Literatur

Während meines klassischen Studiums habe ich ein großes Spektrum an barocker, klassischer und auch romantischer Literatur kennen gelernt, interpretiert und aufgeführt.

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Beim Einstudieren eines klassischen Werkes, lege ich Anfangs den Fokus auf die technische Umsetzung der vorgegebenen Herausforderungen. Die Stücke wähle ich bewusst so aus, dass sie den/die Schüler/in fordern, jedoch nicht überfordern. Sobald der Notentext einigermaßen sitzt, widmen wir uns auch der Interpretation, wobei gerne Vorstellungen der Schüler/innen mit einfließen dürfen. Stimmige Interpretationsvarianten können dabei auch von meiner Interpretation abweichen. Auf lange Sicht möchte ich den Schülern interpretatorische Autonomie vermitteln. Interpretation ist eine sehr subjektive Angelegenheit und die einzige Freiheit, die im Rahmen einer klassischen Komposition möglich ist. Diese darf ruhig ausgekostet werden!

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Jazz

Der heutige Jazz ist ein breites musikalisches Feld, das etliche Musikrichtungen und deren Fusionen umfasst. Der gemeinsame Nenner dabei ist die zentrale Rolle der Improvisation. Dem Großteil dieser neuen Strömungen liegt jedoch trotz Weiterentwicklung der alte amerikanische Jazz zugrunde. Deshalb halte ich es für sinnvoll als werdende(r) Jazzmusiker(in) am Ursprung anzusetzen und die alten Jazzstile zu durchwandern, um danach die eigene Synthese daraus ziehen zu können.

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Da sich die Phrasierung im Jazz grundlegend von der in der Klassik unterscheidet, erkläre ich Neueinsteigern zu Beginn die Grundprinzipien der Swing-Phrasierung und deren technische Umsetzung auf dem Streichinstrument. Zum Üben und Verinnerlichen dieser Phrasierung eignen sich hervorragend Bebop-Themen von Charlie Parker.

Bei den ersten Gehversuchen in tonaler Soloimprovisation lernen die Schüler/innen über einfache Akkordfolgen nach Gehör sinnvolle Phrasen zu bilden und diese weiter zu entwickeln. Was für Strategien dabei zielführend sind mache ich anhand gängiger Kompositionstechniken deutlich.

Bald widmen wir uns auch dem Blues so wie ihn die alten Blueslegenden der 20er und 30er Jahre gespielt haben. Dabei sind sechs gleich bleibende Töne (Bluestonleiter) ausreichend um ein Blues-Solo zu improvisieren.

Um harmonisch interessante Soli über Jazz Standards zu improvisieren, ist es jedoch wichtig die Akkordwechsel im Kopf mitzuverfolgen und die Wirkung der verschiedenen Akkordtöne kennen zu lernen, um diese dann bewusst anspielen zu können. Für diesen Lernprozess habe ich einige Übungen auf Lager, welche anhand jeder Akkordfolge trainiert werden können.

Eine andere im Jazz weit verbreitete Improvisationssituation ist das Solieren über nur einen Modus (Tonleiter). Hier werden die Möglichkeiten sich von eben diesem Modus zu entfernen (Outgoings) und wieder zurück zu kommen interessant.

Wichtig ist natürlich auch die rhythmische Komponente. Meiner Meinung nach ist es im Jazz sogar wichtiger, wie und wann ein Ton gespielt wird als welcher genau gespielt wird; weshalb wir uns auch gezielt mit rhythmischen Möglichkeiten beschäftigen, uns bei den Soli auf unterschiedlichen rhythmischen Ebenen bewegen und bewusst rhythmische Überlagerungen ansteuern.

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Groove/Rock

Anders als in der Klassik, wo phraseninterne Temposchwankungen ein Teil der Gestaltung sind und das Stück oft erst richtig lebendig machen, so sollte ein Groove in einem Timing bezogenen Kontext richtig auf dem Metrum picken.

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Jede/n die/der gerne auf einem Streichinstrument grooven möchte mache ich mit einer perkussiven Technik genannt Chopping (hackend) vertraut, wodurch das Streichinstrument zum Perkussionsinstrument und das Spielen von Schlagzeug-Grooves möglich wird.

Damit diese Technik auch tight einsetzbar wird, trainieren wir das Timing zusätzlich durch das Klopfen unterschiedlicher Rhythmen, welche wir wie Schlagzeuger in alle Subdivisions unterteilen.

Rock-Riffs setzen sich oft aus Powerchords (Grundton und Quint) zusammen, daher können diese problemlos auf jedes Streichinstrument übertragen werden. Auch dem spielen eines Rocksolos, das richtig nach Lead-Gitarre klingt steht prinzipiell nichts im Wege. Mit der richtigen Klanggebung, einem bluesigen Feeling und ein paar spektakulären Licks kann man sich als Streicher mit jedem E-Gitarristen battlen!

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Freie Improvisation

Improvisieren ist erlernbar und zwar für jeden!

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Wer sein ganzes Leben lang nach Noten gespielt hat, den kostet es möglicherweise am Anfang etwas Überwindung ohne Vorgaben selbst und spontan Musik zu erfinden. Schnell wird jedoch deutlich, wie natürlich das Grundprinzip der Improvisation ist. Genauso wie im alltäglichen Zusammenleben geht es beim Improvisieren mit anderen Musikern hauptsächlich um Kommunikation und um Interaktion.

Ein guter Einstieg ist daher erfahrungsgemäß ein „musikalisches Zwiegespräch“. Dabei gibt es keine Regeln, außer dass abwechselnd etwas gespielt wird, das aufeinander Bezug nehmen soll – was meistens jedoch ganz automatisch passiert! Für das gleichzeitige Spiel gilt dasselbe. Im Grunde genommen steht es jedem/r frei was er/sie spielt, es sollte jedoch in irgendeiner Form aufeinander Bezug nehmen.

Da es jedoch viele Möglichkeiten gibt musikalische Aktionen zu setzen, erarbeiten wir in weiterer Folge unterschiedliche musikalische Bausteine, welche bei freien Improvisationen verwendet werden können. Bei den Bausteinen handelt es sich nicht um konkrete Tonfolgen sondern mehr um musikalische Spielsituationen (z.B. hoch, wild, kurz,…). Wie diese Fragmente im Zusammenspiel sinnvoll eingesetzt und weitergeführt werden, erklärt sich durch kompositorische Denkansätze wie Variation, Kontrast, Polyphonie und dergleichen. Die Weiterführung dieser musikalischen Bausteine wird in Form von Improvisationen mit konkreten Aufgabenstellungen geübt. Was davon dann in der freien Improvisation verwendet wird, ist natürlich jedem selbst überlassen.

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Effektgeräte

Seit mehreren Jahren beschäftige ich mich intensiv mit dem Umgang mit elektroakustischen Effektgeräten und stehe damit auch regelmäßig auf der Bühne.

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Dabei habe ich jede Menge Erfahrungen gesammelt und sowohl Vorzüge als auch Nachteile von unterschiedlichen Effekteinstellungen kennen gelernt. Bei Interesse zeige ich euch gerne mein Effekt Set-up und all jene Einstellungen, welche sich für mich bewährt haben. Zudem berate ich gerne in Hinblick auf eine klanglich erfreuliche Anwendung und auch in Hinblick auf die in dieser Hinsicht unterstützenden Verstärkungsmöglichkeiten.

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