Je früher desto besser …

Da ich selber schon als Vierjähriger mit dem Geigenspiel begonnen habe, kann ich der Idee, so bald wie möglich damit anzufangen, sehr viel abgewinnen. Bereits im frühen Kindheitsalter können sich musikalische Fähigkeiten entwickeln, von denen die Ausübenden noch lange profitieren. Das Erlernen der instrumentalistischen Fertigkeiten zum Beispiel fällt den Jüngeren häufig besonders leicht. Außerdem sind Kinder noch so offen und unbefangen, was genau die richtigen Einstellungen sind um sich auf die musikalische Forschungsreise zu begeben.

… und dennoch ist es nie zu spät!

Um ein klassischer Geigenvirtuose zu werden, ist es zwar wirklich nötig, sich bereits im frühen Kindheitsalter intensiv mit dem Geigenspiel zu befassen; erfreulicherweise gibt es jedoch viele musikalische Betätigungsfelder, wo man kein “Paganini” sein muss, um Teil eines erfüllenden Klangkörpers zu werden. Dabei denke ich vor allem an Hobbyorchester, Pop-, Rock- und Jazzbands, Volksmusikgruppen oder auch einfach freundschaftliche Zusammenkünfte, bei denen musiziert wird.

Unterrichtskonzept

Im Zentrum meines Unterrichts steht, sobald die Geige gut auf der Schulter sitzt und der Bogen richtig in der Hand liegt, fürs Erste einmal einfach das Spielen. Besonders Kinder sind erfahrungsgemäß Meister der Imitation und können oft etwas Beobachtetes intuitiv richtig nachmachen. Da Imitationslernen in vielen Feldern einen wesentlichen schnelleren Lerneffekt erzielt als verbale Anleitung, gestalte ich den Unterricht anfangs auch dementsprechend; ich spiele ein musikalisches Motiv vor und der/die Schüler/in versucht, es nachzuspielen.

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So erarbeiten wir gemeinsam in beständiger Wechselwirkung musikalische Phrasen, welche sich zunächst auf die leeren Saiten beschränken. Je nach Lerntempo kommen dann jedoch auch bald der Reihe nach die unterschiedlichen Griffarten zum Einsatz.

Die Bogenführung lässt sich zu Beginn am besten in der Mitte des Bogens kontrollieren. Daher starten wir die Klangerzeugung mit kurzen Strichen in der Mitte des Bogens. Sobald sich an dieser Stelle eine gewisse Selbstverständlichkeit etabliert hat, erweitern wir den Bogenstrich zuerst Richtung Spitze und dann Richtung Frosch.

Theoretische Grundlagen werden anhand der gemeinsam erarbeiteten Kurzkompositionen besprochen, indem wir diese notieren und dabei Notennamen, rhythmische Unterteilungen und deren Notation kennen lernen.

Sobald es die instrumentalistischen Fertigkeiten zulassen, widmen wir uns auch der Umsetzung bekannter Melodien auf der Geige. Dabei gehe ich gerne auf Wünsche ein, sofern mir diese umsetzbar und zielführend erscheinen. Um von Anfang an ein erfrischendes Musiziererlebnis zu ermöglichen, betätige ich mich während des gesamten Lernprozesses gerne auch als “Begleitband”.

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